München
braucht
Nachwuchs.
JETZT BÜRGERBEGEHREN UNTERSCHREIBEN UND MÜNCHEN HITZEFEST MACHEN.
Unsere Ziele für München
Ein Netz aus
Strassenbäumen
30 % Baumkronenüberdeckung an allen Gemeindestraßen – mit klimaresilienten Bäumen, die dauerhaft gepflegt werden.
Hitzeviertel priorisieren
Wo es besonders heiß ist, Schatten fehlt oder viele Kinder und Senioren leben, pflanzen wir zuerst.
Baumstandorte sichern
Schnelle Standortsuche für neue Bäume - ohne Rad- oder Fußwege zu blockieren. Infrastrukturprojekte planen Bäume ab jetzt fest ein.
Warum handeln?
München hat ein Hitzeproblem. Denn die Stadt heizt sich durch den Klimawandel auf. Die aktuelle Stadtpolitik hinkt mit Anpassungen hinterher. Die Hitzeentwicklung wird sich in den nächsten Jahren vorraussichtlich noch weiter verschärfen:
Seit 1955 hat sich München im Schnitt bereits um 1,5 °C erwärmt. In dicht bebauten Vierteln wie der Maxvorstadt ist dieser Effekt extrem: Nachts kühlt es dort im Schnitt um 9 °C weniger ab als im Münchner Umland. Steigt die Durchschnittstemperatur weiter, wird es in dicht bebauten Gebieten noch heißer.
Ein Hitzetag ist ein Tag, an dem die Lufttemperatur die Marke von 30 °C erreicht oder überschreitet. In der z.B. dicht bebauten Maxvorstadt ist die Temperatur oftmals noch deutlich höher, durch den aufgeheizten Asphalt und wenig Begrünung.
Von einer Tropennacht spricht man, wenn die Temperatur zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang nicht unter 20 °C sinkt. In z.B. der Maxvorstadt, die sich tagsüber schon deutlich mehr aufgeheizt hat, können Gebäude die gespeicherte Hitze nachts kaum abgeben, was erholsamen Schlaf für die Anwohnerinnen und Anwohner oft schwer macht.
Wie grün ist München im Vergleich zu anderen Großstädten?
Die Berliner Morgenpost hat per Satelit ausgewertet, wie viel Prozent der gesamten Stadtfläche durch Grün bedeckt sind.
Im bundesweiten Vergleich landet München in diesem Ranking auf Platz 74 der 80 Großstädte. Quelle: Berliner Morgenpost
Wie wirkt sich
Hitze aus?
Übersterblichkeit
In Deutschland starben in den Sommern 2018 bis 2020 mehr als 19.000 Menschen infolge der Hitze.
Hitzelockdown Ü65?
Bis 2050 könnte das Risiko für hitzebedingte Krankenhausaufenthalte bei Ü65 um 85% steigen.
Hitze in München:
Wer ist besonders gefährdet?
Die kurze Antwort: Uns alle. Ob bei der Arbeit, in der Wohnung oder beim Lernen in der Uni – extreme Temperaturen schränken unsere Lebensqualität massiv ein.
Hitzefolgen
Martin leidet an heißen Tagen unter Produktivitätsverlust im Büro und hat starke Konzentrationsprobleme durch den ständigen Schlafmangel.
Hitzefolgen
Inge hat mit extremen Kreislaufbelastungen beim Einkaufen oder in ihrer Wohnung zu kämpfen, was ihre soziale Teilhabe tagsüber stark einschränkt.
Hitzefolgen
Julia erfährt durch stickige Luft in der Bibliothek oder im WG-Zimmer Lernblockaden und leidet unter permanentem Schlafmangel in ihrer Dachgeschosswohnung.
Warum Bäume?
Bäume sind eine natürliche Klimaanlage: Sie kühlen unsere Viertel spürbar ab, spenden Schatten und halten unsere Stadt lebenswert.
0,5-4°C Kühlung
Stadtbäume kühlen ihre Umgebung um rund mehrere Grad, indem sie Wasser verdunsten und Schatten spenden.
Quelle: Hartmann et al. (2023)Luftfilter
Bäume binden Feinstaub und produzieren Sauerstoff genau dort, wo wir ihn brauchen.
Quelle: Nowak et al. (2013)Wasserspeicher
In Zeiten von Starkregen nehmen Bäume enorme Mengen Wasser auf und schützen unser Viertel.
Quelle: Dowtin et al. (2023)Regenfänger
Dichte Baumkronen fangen den Regen ab und dienen als vorübergehender Zufluchtsort bei Niederschlag.
Quelle: Smets et al. (2019)Isolierung
Durch Schattenwurf kühlen Bäume Gebäude und senken den Energiebedarf von Klimaanlagen um etwa 30%
Quelle: Akbari et al. (2001)Lebensraum
Bäume bieten Lebensraum, Nahrung und Nistplätze für Vögel, Insekten und Fledermäuse.
Quelle: Stagoll et al. (2012)Häufig gestellte Fragen
Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den BaumEntscheid München.
Wir fordern von der Stadt einen verbindlichen Maßnahmenplan für drei Ziele:
- Ein flächendeckendes Netzwerk aus Straßenbäumen mit mindestens 30 % Baumkronenüberdeckung.
- Hitzequartiere priorisieren, um dort zuerst zu kühlen, wo die Belastung am höchsten ist.
- Neue Baumstandorte frühzeitig sichern und verbindlich in alle Planungen integrieren.
München verfehlt die eigenen Ziele. Aktuell sind stadtweit nur etwa 1.500 neue Standorte konkret in Planung – weniger als 15 % des Bedarfs. Ein Bürgerentscheid schafft die notwendige Verbindlichkeit mit klaren Zielvorgaben, Prioritäten und Zeitplänen.
Bäume spenden Schatten, kühlen durch Verdunstung und verbessern die Luftqualität. Straßenbäume wirken dabei direkt im versiegelten Straßenraum, wo Hitze entsteht und Menschen sich im Alltag aufhalten.
Zunächst sammeln wir im Rahmen eines Bürgerbegehrens etwa 33.000 gültige Unterschriften (Start: Anfang Mai 2026). Bei Erfolg folgt Ende 2026 der stadtweite Bürgerentscheid, in dem alle Münchner mit "Ja" oder "Nein" abstimmen.
Grundlage ist die Stadtklimaanalyse. Weitere Kriterien sind Bevölkerungsdichte, bioklimatische Belastung sowie der Anteil baumloser Straßen. Die Maßnahmen werden vorrangig in Hitzequartieren umgesetzt.
Wir bleiben aktiv, begleiten die Umsetzung kritisch und halten den politischen Druck aufrecht. Zudem unterstützen wir als Teil des BaumEntscheid e.V. weitere Initiativen in ganz Deutschland.
Durch frühzeitige, verbindliche Integration in alle Straßen- und Infrastrukturplanungen. Wo Straßenbäume nicht möglich sind, sollen gleichwertige alternative Begrünungsmaßnahmen für Kühlung sorgen, wobei Fuß-, Radverkehr und ÖPNV in der Regel unberührt bleiben.
Wir schätzen die Investitionskosten bis 2040 auf rund 1 Milliarde Euro. Finanziert über den städtischen Haushalt liegt das bei unter 1 % der jährlichen Ausgaben. Investitionen in Klimaanpassung reduzieren zudem sehr teure Klimafolgekosten erheblich.
Wir sind parteiübergreifend aufgestellt und agieren unabhängig von den Parteien. Wir suchen den Austausch mit allen demokratischen Akteuren – denn wirksamer Hitzeschutz gilt allen Menschen, nicht nur einer bestimmten Partei.
Getragen wird das Projekt von über 100 engagierten Münchnerinnen und Münchnern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft (Projektleitung: Joseph Coenen und Stefanie Günther). Wir sind eine unabhängige Initiative im BaumEntscheid e.V. und finanzieren uns ausschließlich über Spenden.
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