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Mission:
Schatten
pflanzen

JETZT BÜRGERBEGEHREN UNTERSCHREIBEN
UND MÜNCHEN HITZEFEST MACHEN.

📅 Sammelfrist: 31. August 2026
BaumEntscheid München - Familien genießen die kühle, grüne Stadt BaumEntscheid München - Familien genießen die kühle, grüne Stadt
Partner: Protect the Planet Partner: Ecosia Partner: Heidehof Stiftung Partner: Tollwood Partner: Aqua Monaco Partner: BUND Partner: Pina Earth Partner: Patagonia Partner: Gronard Partner: Greencity Partner: Protect the Planet Partner: Ecosia Partner: Heidehof Stiftung Partner: Tollwood Partner: Aqua Monaco Partner: BUND Partner: Pina Earth Partner: Patagonia Partner: Gronard Partner: Greencity

Unsere Ziele für München

Ein Netz aus
Strassenbäumen

30 % Baumkronenüberdeckung an allen Gemeindestraßen – mit klimaresilienten Bäumen, die dauerhaft gepflegt werden.

Hitzeviertel priorisieren

Wo es besonders heiß ist, Schatten fehlt oder viele Senioren sowie Familien mit Kindern leben, pflanzen wir zuerst.

Baumstandorte sichern

Schnelle Standortsuche für neue Bäume - ohne Rad- oder Fußwege zu beanspruchen. Infrastrukturprojekte planen Bäume ab jetzt fest mit ein.

Warum handeln?

München hat ein Hitzeproblem. Durch den Klimawandel heizen sich unsere Straßen, Plätze und Wohnviertel immer stärker auf. Beim Hitzeschutz gibt es noch Lücken – und genau dort setzt der BaumEntscheid an. Die Hitzeentwicklung wird sich in den nächsten Jahren voraussichtlich noch weiter verschärfen:

2025
+1.5°C Erwärmung
~12 Tage > 30°C
~2,5 Tropennächte
Quelle: UBA DWD
2050
~ +2°C Erwärmung
~25 Tage > 30°C
~22 Tropennächte
Quelle: GERICS
2100
~ +4°C Erwärmung
~59 Tage > 30°C
~54 Tropennächte
Quelle: STMUV GERICS

Seit 1955 hat sich München durchschnittlich um 1,5 °C erwärmt. In dicht bebauten Vierteln wie der Maxvorstadt ist dieser Effekt extrem: Nachts kühlt es dort im Schnitt um 9 °C weniger ab als im Münchner Umland. Steigt die Temperatur weiter, trifft die Hitze diese Gebiete am härtesten.

Quelle: RKU München

Ein Hitzetag ist ein Tag, an dem die Lufttemperatur die Marke von 30 °C erreicht oder überschreitet. In dicht bebauten Vierteln wie Au-Haidhausen oder Schwabing liegt sie durch aufgeheizten Asphalt und zu wenig Begrünung oftmals deutlich höher.

Quelle: DWD

Von einer Tropennacht spricht man, wenn die Temperatur zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang nicht unter 20 °C sinkt. In Vierteln wie der Schwanthalerhöhe, wo sich die Hitze zwischen Gebäuden und Asphalt tagsüber anstaut, kühlt es nachts kaum ab. Für die Anwohnerinnen und Anwohner erschwert das die Bedingungen für erholsamen Schlaf.

Quelle: DWD

München verliert den Kampf gegen die Hitze

Im Hitze-Check 2026 hat die Deutsche Umwelthilfe 195 Städte nach Beschirmungsgrad, Versiegelung und Hitzebetroffenheit bewertet.

15.329

Bäume verloren

Zwischen 2018 und 2025 hat München über 15.000 Stadtbäume eingebüßt – einer der höchsten absoluten Verluste aller 195 untersuchten deutschen Städte.

16,11

Hitze­betroffenheits­index

München liegt haarscharf unter der roten Warnschwelle von 16,16 und gilt bereits als stark hitzebelastet.

Platz 65 / 195

Beschirmungsgrad

Nur 25,6 % der Stadtfläche werden durch Baumkronen beschattet. Städte wie Potsdam (33,8 %) oder Kiel (32,8 %) bieten deutlich mehr natürliche Kühlung.

Wie wirkt sich
Hitze aus?

Übersterblichkeit

In Deutschland starben in den Sommern 2018 bis 2020 mehr als 19.000 Menschen infolge der Hitze.

Quelle: RKI
19.000

Hitzelockdown Ü65?

Bis 2050 könnte das Risiko für hitzebedingte Krankenhausaufenthalte bei über 65-Jährigen um 85% steigen.

+85%

Wirtschaftskosten

Hitzewellen senken das Bruttoinlandsprodukt (BIP). In München entstehen dadurch jährlich Kosten von rund 1 Mrd. €.

Quelle: ZEIT Allianz
-1 Mrd.€

Warum Bäume?

Bäume sind eine natürliche Klimaanlage: Sie kühlen unsere Viertel spürbar ab, spenden Schatten und halten unsere Stadt lebenswert.

0,5-4°C Kühlung

Stadtbäume kühlen ihre Umgebung um rund mehrere Grad, indem sie Wasser verdunsten und Schatten spenden.

Quelle: Hartmann et al. (2023)

Luftfilter

Bäume binden Feinstaub und produzieren Sauerstoff genau dort, wo wir ihn brauchen.

Quelle: Nowak et al. (2013)

Wasserspeicher

In Zeiten von Starkregen nehmen Bäume enorme Mengen Wasser auf und schützen unser Viertel.

Quelle: Dowtin et al. (2023)

Regenfänger

Dichte Baumkronen fangen den Regen ab und dienen als vorübergehender Zufluchtsort bei Niederschlag.

Quelle: Smets et al. (2019)

Isolierung

Durch Schattenwurf kühlen Bäume Gebäude und senken den Energiebedarf von Klimaanlagen um etwa 30%

Quelle: Akbari et al. (2001)

Lebensraum

Bäume bieten Lebensraum, Nahrung und Nistplätze für Vögel, Insekten und Fledermäuse.

Quelle: Stagoll et al. (2012)

Der BaumEntscheid in der Presse

Süddeutsche Zeitung Abendzeitung München TZ München Gong Radio Arabella charivari

FAQ

Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den BaumEntscheid München.

Wir fordern von der Stadt einen verbindlichen Maßnahmenplan für drei Ziele:

  1. Ein flächendeckendes Netzwerk aus Straßenbäumen mit mindestens 30 % Baumkronenüberdeckung.
  2. Hitzequartiere priorisieren, um dort zuerst zu kühlen, wo die Belastung am höchsten ist.
  3. Neue Baumstandorte frühzeitig sichern und verbindlich in alle Planungen integrieren.

Ein Bürgerbegehren bzw. ein Bürgerentscheid schafft die notwendigen Verbindlichkeiten für die Stadt, mit klaren Zielvorgaben, Prioritäten und Zeitplänen flächendeckende Stadtbegrünung umzusetzen.

Ein Bürgerbegehren ist der erste Schritt eines Bürgerentscheids. Beide Instrumente ermöglichen direkte Demokratie in kommunaler Politik - nach der Bayerischen Gemeindeordnung. Ein zulässiges Bürgerbegehren ermöglicht einen Bürgerentscheid. Ist dieses erfolgreich, wirkt es wie ein Stadtratsbeschluss und ist ein Jahr lang bindend.

In München sind für ein zulässiges Begehren Unterschriften von 3 % der Wahlberechtigten nötig – aktuell ca. 33.000 Personen. Es gibt keine zeitliche Frist für die Sammlung; die Unterschriften müssen jedoch im Original eingereicht werden.

Nach Einreichung prüft die Stadt die Zulässigkeit unverzüglich. Wird diese festgestellt, muss der Bürgerentscheid innerhalb von drei Monaten durchgeführt werden.

Wir starten mit dem Bürgerbegehren am 1. Mai 2026 und Sammeln etwa 33.000 gültige Unterschriften. Bei Erfolg kann schon Ende 2026 ein stadtweiter Bürgerentscheid folgen.

Bist du über 18, ist dein Hauptwohnsitz in München und hast du einen EU-Pass? Dann darfst du unterschreiben!

Vorname, Nachname, Wohnort (München), Adresse, Geburtsdatum und Unterschrift - alles Daten, welche die Stadt München von dir auch schon hat. Wir sammeln die Unterschriftenzettel sicher in unserem abgeschlossenen Lager und reichen sie gesammelt bei der Stadt München ein. Nach Abschluss des Bürgerbegehrens gehen die Unterschriftenzettel nicht an uns zurück.

Du kannst deine Unterschrift auf drei Wege abgeben:

  1. Bequem von Zuhause aus. Eine Anleitung findest du auf unserer Startseite.
  2. An dutzenden Unterschriftenboxen in der ganzen Stadt. Eine Karte findest du auf unserer Startseite.
  3. Unsere mobilen Sammelteams sind den ganzen Sommer über für euch in der Stadt unterwegs. Wo genau du sie findest, findest du ebenfalls in der Karte auf der Startseite.

Bürgerbegehren dürfen nur auf Papier durchgeführt werden. Infos, wie du unterschreiben kannst, findest du auf unserer Startseite. Nur eine Unterschrift pro Wahlberechtigtem Münchner ist gültig.

Bäume spenden Schatten, kühlen durch Verdunstung und verbessern die Luftqualität. Straßenbäume wirken dabei direkt im versiegelten Straßenraum, wo Hitze entsteht und Menschen sich im Alltag aufhalten.

Die finale Auswahl der genauen Species trifft die Stadt München, eine Vorauswahl greift für ein Bürgerbegehren zu weit. Das Bürgerbegehren setzt sich aber dafür ein, das klimaresiliente Zukunftsarten gepflanzt werden.

Grundlage ist die Stadtklimaanalyse. Weitere Kriterien sind Bevölkerungsdichte, bioklimatische Belastung sowie der Anteil baumloser Straßen. Die Maßnahmen werden vorrangig in Hitzequartieren umgesetzt.

Das Bürgerbegehren kann von der Stadt angenommen werden. Lehnt sie es ab, kommt es zu einem Bürgerentscheid, in dem alle wahlberechtigten Münchnerinnen und Münchner über die Fragestellung des Bürgerbegehrens an der Wahlurne abstimmen können. Ob wir den Entscheid verlieren oder gewinnen: Wir bleiben danach aktiv, begleiten die Umsetzung kritisch und halten den politischen Druck aufrecht. Zudem unterstützen wir als Teil des BaumEntscheid e.V. weitere BaumEntscheide in ganz Deutschland.

Durch frühzeitige, verbindliche Integration in alle Straßen- und Infrastrukturplanungen. Wo Straßenbäume nicht möglich sind, sollen gleichwertige alternative Begrünungsmaßnahmen für Kühlung sorgen, wobei Fuß-, Radverkehr und ÖPNV in der Regel unberührt bleiben.

Wir schätzen die Investitionskosten bis 2040 auf deutlich unter 1 % des jährlichen städtichen Haushalts. Diese Investitionen können zu großen Teilen von EU-, Bundes, oder Landesförderungen getragen werden. Investitionen in Klimaanpassung reduzieren zudem sehr teure Klimafolgekosten erheblich.

Wir sind parteiübergreifend aufgestellt und agieren unabhängig von den Parteien. Wir suchen den Austausch mit allen demokratischen Akteuren – denn wirksamer Hitzeschutz gilt allen Menschen, nicht nur einer bestimmten Partei.

Getragen wird das Projekt von über 100 engagierten Münchnerinnen und Münchnern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft (Projektleitung: Joseph Coenen und Stefanie Günther). Wir sind eine unabhängige Initiative im BaumEntscheid e.V. und finanzieren uns ausschließlich über Spenden.

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