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Bürgerbegehren BaumEntscheid München
Sind Sie dafür, dass die Landeshauptstadt München die untenstehenden drei Ziele kontinuierlich und baupolitisch vorrangig verfolgt, um die städtische Umwelt- und Lebensqualität langfristig zu verbessern, indem sie
- bis ein Jahr nach Annahme des Bürgerbegehrens oder erfolgreicher Durchführung eines Bürgerentscheids dafür einen verbindlichen Maßnahmenplan erstellt, und
- bis 2040 diese Maßnahmen, gegebenenfalls auch durch bauliche Anpassungen an Gemeindestraßen umsetzt?
Ziele
Flächendeckendes Straßenbaumnetz
Die LH München hat an den Gemeindestraßen ein Straßenbaumnetz, das im ausgewachsenen Zustand der Bäume eine Baumkronenüberdeckung von mindestens 30% im gesamten gemeindlichen Straßenraum erreicht. Das Straßenbaumnetz besteht aus vitalen, klimaresilienten Bäumen, deren langfristiger Erhalt durch aktive Pflegemaßnahmen zur Steigerung ihrer Vitalität gesichert wird.
Begrünung und Kühlung besonders belasteter Hitzequartiere
Die Stadt definiert besonders von Hitze belastete Räume als “Hitzequartiere”. Grundlage sind kleinräumige, auf Quartiersebene erhobene und ausgewertete Daten, u.a. die Stadtklimaanalyse der Landeshauptstadt München, sowie ergänzende Bewertungskriterien - insbesondere die Bevölkerungsdichte und ein überdurchschnittlicher Anteil vulnerabler Bevölkerungsgruppen (0- 3- Jährige sowie über 80- Jährige). In den Hitzequartieren wird das Straßenbaumnetz vorrangig ausgebaut; für Gemeindestraßen mit sehr geringer Baumkronenüberdeckung von weniger als 10 % besteht oberste Handlungspriorität.
Schaffung neuer Baumstandorte
Hinreichend neue Baumstandorte für das gemeindliche Straßenbaumnetz (s. Ziel 1) sind innerhalb des ersten Jahres nach Annahme des Bürgerentscheids zu identifizieren, planerisch festzulegen und dauerhaft zu sichern. Dabei sollen Flächen des Fuß- & Radverkehr sowie des ÖPNV in der Regel unberührt bleiben. Flächen für neue Baumstandorte sind in der Planung und Umsetzung von Straßen- und Infrastrukturmaßnahmen, z.B. bei der Neu- oder Umverlegung der Leitungstrassen, möglichst umfassend zu berücksichtigen und mit diesen zu verbinden, beispielsweise im Rahmen der nachhaltigen Wärmeversorgung. Wo Pflanzungen von Straßenbäumen nicht möglich sind, werden gleichwertige Maßnahmen grün-blauer Infrastruktur innerhalb des jeweiligen Hitzequartiers (s. Ziel 2) oder im Umkreis von 150m umgesetzt.
Begründung:
München wird im Sommer immer heißer. Münchnerinnen und Münchner suchen Abkühlung meist dort, wo Bäume Schatten spenden, z.B. an der Isar. Alltagswege führen jedoch oft durch kahle Straßen, die sich tagsüber stark aufheizen und nachts kaum abkühlen. Ob jung oder alt – Hitze gefährdet Gesundheit und Schlaf, lähmt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und verhindert soziale Teilhabe.
Bisherige Maßnahmen der Landeshauptstadt München reichen aus unserer Sicht nicht aus, um die Münchner Bürgerinnen und Bürger vor der zunehmenden Hitzebelastung ausreichend zu schützen.
Daher sollen die oben stehenden drei Ziele, nämlich ein flächendeckendes Straßenbaumnetz an Gemeindestraßen, die Identifizierung und priorisierte Begrünung besonders belasteter Hitzequartiere und die Schaffung neuer Baumstandorte für eine vorsorgende Klimaanpassungsstrategie, umgesetzt werden. Diese sind aus unserer Sicht gut für die Entwicklung Münchens, weil:
sie durch Beschattung die Aufenthalts- und Lebensqualität sichern und durch Kühlung deine Gesundheit schützen,
frühzeitiges und systematisches Handeln bestehende Bäume erhält und rechtzeitig neue Baumstandorte schafft, um genügend Kühlleistung zu erwirken,
Straßenbäume dauerhaft wirksame und kosteneffiziente Klimaanpassungsmaßnahmen sind, die dein Quartier lebenswerter machen.